Positionierung eines Rauchmelders
 

Die richtige Positionierung eines Rauchmelders ist entscheidend!

Grundsätzlich empfiehlt es sich, mehrere Rauchmelder im Gebäude bzw. in der Wohnung zu installieren. Auf jeden Fall sollte bei mehrstöckigen Gebäuden ein Rauchmelder je Etage installiert sein. Nur so ist eine rechtzeitige und damit effektive Warnung bei einem beginnenden Brand möglich.
Auf jeden Fall muss mindestens ein oder der einzige Rauchmelder so installiert werden, dass er den Weg zum Schlafraum sichert (Flur bzw. Treppenaufgang) und im Alarmfall auch durch die geschlossene Schlafraumtür zu hören ist.

Die Anbringung im Raum muss stets in Deckenmitte erfolgen. Eine Ausnahme hiervon sind spitz zulaufende Dachräume. Hier darf der Rauchmelder nicht im spitzen Dachraum untergebracht werden. Er darf bei Deckenmontage erst in ca. 1 m Entfernung vom höchsten Punkt des Raumes montiert werden, am besten an einem Ausleger oder Dachbalken. Der Grund für diese Montageplätze ist der, dass nahe den Wänden und besonders in den Raumecken sowie bei spitzwinkligen Decken ein Luftstau entsteht, der den aufsteigenden Rauch von den Wänden bzw. der Raumecke fern hält. Deshalb sollte in einem Bereich bis ca. 50 cm Entfernung von den Raumecken keinesfalls ein Rauchmelder installiert werden. Dieser bliebe im Ernstfall wirkungslos und würde zu spät alarmieren. Ob der Anbringungsort akustisch günstig gewählt ist, lässt sich ausprobieren, indem ein Testalarm (siehe Installation) ausgelöst wird, während sich eine schlafende Person im Schlafraum aufhält.
Denn der Rauchmelder muss wirklich wecken und nicht nur gerade so zu hören sein!

Rauchmelder richtig positionieren

 
Allgemeine Hinweise zur Brandverhütung
 


Unachtsamkeit und mangelnde Kenntnis der Brandgefahren sind vielfach die Ursache von Bränden.

Ordnung und Sauberkeit, besonders in Arbeits-, Werk- und Hobbyräumen, sind eine grundlegende Voraussetzung für die Brandsicherheit. Brennbare Abfälle, Staub, verschüttete oder in offenen Gefäßen aufbewahrte brennbare Flüssigkeiten (Reinigungs- und Lösungsmittel) bilden häufig eine unerkannte Brandgefahr. Umgang mit offenem Feuer und Licht erfordert immer besondere Vorsicht! Daher kein Kerzenlicht und auch keine Streichholzflammen in Dachböden, Abstellräumen, Kellern und Scheunen verwenden, sondern nur Taschenlampen benutzen.

Um Brandgefahren zu erkennen, ist es notwendig, sich bewusst zu sein, dass wir ständig in einem brennbaren System leben.
Von den drei Voraussetzungen für die Verbrennung nach dem Verbrennungsdreieck, (brennbarer Stoff, Sauerstoff und Wärme), sind im Alltag immer zwei Voraussetzungen vorhanden:

- die brennbaren Stoffe wie Holz und Kunststoffe
   (Möbel, Gebrauchsgegenstände), Textilien (Bekleidung,
   Teppiche), Papier (Zeitschriften, Bücher, Papierkorb),
   brennbare Flüssigkeiten (Putz- und
   Lösungsmittel), brennbare Gase (Spraydosen) und

- der Sauerstoff in der Luft.

Jede kurze Wärmeeinwirkung mit Temperaturen im Zündbereich, das ist bereits ab ca. 200 °C, bei Langzeiteinwirkung auch schon wesentlich darunter möglich, führt in unserer Alltagsumgebung unweigerlich zum Brand. Nur das bewusste Verhindern der Zündmöglichkeiten im „brennbaren System“ kann uns helfen, Brände zu vermeiden!

Streichhölzer und Feuerzeuge sind keine Beleuchtungsgeräte!

Sie gehören nicht in Kinderhand und dürfen daher auch für Kinder nicht erreichbar sein. Eltern und Aufsichtspersonen haften für ihre Kinder!

 

Gas- und Flüssiggasanlagen samt den dazugehörigen Leitungen dürfen nur von sachkundigen
Betrieben errichtet werden.

Flüssiggasbehälter

Da Flüssiggas schwerer als Luft ist, sammelt es sich bei einem Austritt wie eine Flüssigkeit in den tiefsten Stellen am Boden und stellt dort eine erhebliche Explosionsgefahr dar!

Flüssiggasbehälter dürfen daher nie in Kellerräumen, Treppenhäusern, Durchgängen und neben Ausgängen aufgestellt werden. Sie sind weiters vor Wärmestrahlung (Sonne, Öfen, Wärmegeräte u.ä.) zu schützen.

Anschluss von Gasflaschen

Gasflaschen müssen immer absolut dicht angeschlossen werden. Nach jedem Wechsel ist eine Dichtheitsprobe mit Prüfspray oder Seifenwasser durchzuführen. Keinesfalls darf die Überprüfung auf Dichtheit durch „Ableuchten“ mit offener Flamme durchgeführt werden!

 

Wahrnehmung von Gasgeruch

Bei Wahrnehmung von Gasgeruch (Erd- oder Flüssiggas) besteht immer Explosionsgefahr! Daher:

- Betroffene Räume sofort gut lüften

- Keinen Elektroschalter betätigen, keine Taschenlampe
  einschalten

- Elektrogeräte weder aus- noch einschalten

- Keine elektrische Klingel betätigen

- Kein Telefon im betroffenen Haus benützen (auch kein
  Handy)

- Alle Flammen sofort löschen, kein offenes Feuer verwenden

- Betroffenes Gebäude und Umgebung von Personen räumen
  (nicht läuten, nur klopfen und rufen)

- Gaszufuhr absperren (Hauptventil der Hausanspeisung oder
  beim Gaszähler)

- Gasversorgungsunternehmen und Feuerwehr sofort
  benachrichtigen

- Stromversorgung durch
  Elektrizitätsversorgungsunternehmen abschalten lassen

- Erst nach Freigabe durch das Gasversorgungsunternehmen
  oder durch die Feuerwehr die Stromversorgung wieder
  herstellen lassen und erst dann das Gebäude wieder
  betreten.

 

Elektrogeräte

Ausschließlich geprüfte Geräte mit Prüfzeichen (z.B. VDE-Prüfzeichen) verwenden und nur vom Fachmann reparieren lassen.
Die Verwendung von Wärmegeräten mit offenen Heizspiralen ist grundsätzlich verboten.

Sicherungen

Keinesfalls „geflickte“ (überbrückte) Sicherungen verwenden, da diese nicht den erforderlichen Überlastungsschutz gewährleisten.
Für einen ausreichenden Vorrat an Reservesicherungen sorgen. Besser ist die Verwendung von Sicherungsautomaten.

 

Brandgefahren im Wohnbereich

Steckdosen

Die Verwendung von Mehrfachsteckdosen ist nur für den Anschluss von Kleingeräten (Radio, Fernsehgeräte, Videorecorder etc.) zulässig. Steckdosen mit angekohlten Kontaktöffnungen sind auszuwechseln; Steckvorrichtungen in Lampenfassungen sind unzulässig, daher verboten.

 

Verlängerungskabel

Alle elektrischen Leitungen müssen Wärme an die Umgebung abgeben können. Werden Verlängerungskabel unter Teppichen verlegt oder bleiben sie während der Arbeit auf thermisch nicht überwachten Kabeltrommeln aufgespult, kann der dadurch verursachte Wärmestau zu einem Brand führen.

 

Fernsehgeräte, Sat-Receiver, DVD-Geräte

Eingeschaltete Elektrogeräte geben Wärme ab, die abgeführt werden muss. Werden Geräte der Unterhaltungselektronik in einem Schrank oder Wandverbau eingebaut, muss für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Dazu ist zwischen den Wänden und dem Gerät (seitlich und nach oben) ein Abstand von mindestens 10 cm erforderlich.

 

Bügeleisen

Bei Arbeitsunterbrechung oder zum Arbeitsende sind Bügeleisen abzuschalten, der Stecker ist abzuziehen.

 

Aufstellung von Wärmegeräten

Kochplatten, Kaffeemaschinen, Teewassererhitzer u.ä. sind immer auf unbrennbarer Unterlage aufzustellen und sollten mindestens 50 cm Abstand zu brennbaren Materialien haben. Heizspiralen von Tauchsiedern müssen immer von Flüssigkeit bedeckt sein.

 

Heizgeräte

Heizgeräte haben den Zweck, Wärme an die Umgebung abzugeben. Wird die Wärmeabgabe behindert, z.B. durch Textilien, die zum Trocknen aufgelegt werden, durch Abschirmung infolge vorgestapelter Gegenstände oder Behinderung der Luftzirkualtion bei Aufstellung in beengter Umgebung, kann es durch Wärmestau zum Brand und zur Zerstörung des Gerätes kommen.

 

Gasbefeuerte Heiz- und Wärmegeräte

Gasbetriebene Geräte wie z.B. Wärmestrahler, Durchlauferhitzer und Gasthermen arbeiten mit offenen Flammen, verbrauchen daher im Betrieb Sauerstoff und geben Abgase an die (Raum-) Luft ab. Räume, in denen solche Geräte betrieben werden, sind deshalb öfter zu durchlüften.

Die zulässige Wärmeleistung solcher Geräte ist vor der Inbetriebnahme vom Fachmann mit der Raumgröße abzustimmen. Außerdem sind brennbare Materialien und Gegenstände wegen der Entzündungsgefahr von gasbefeuerten Geräten unbedingt fernzuhalten.

 

Abschalten von Elektrogeräten

Beim Verlassen der Wohnung oder des Arbeitsplatzes ist immer zu kontrollieren, ob alle Elektrogeräte ausgeschaltet sind. Stecker von beweglichen Elektrogeräten sollten aus der Steckdose gezogen, „Stand-by-Schaltungen“ bei Radiound Fernsehgeräten abgeschaltet werden.

 

Heizmatten

Heizmatten im Bett nur zum Vorwärmen einschalten! Dauernd eingeschaltete Heizmatten können durch Wärmestau zum Brand führen.

 

Heizperiode

Aus Gründen der Brandsicherheit ist es ratsam, vor Beginn der Heizperiode Feuerstätten und Kamine durch den Schonsteinfegermeister überprüfen und bei Bedarf in Stand setzen zu lassen. Besondere Vorsicht ist nach Um- und Neueinbauten geboten.

 

Öfen und Herde

Unsachgemäßes Aufstellen von ortsfesten, vor allem auch ortsveränderlichen Öfen, Herden und sonstigen Feuerstätten ist eine häufige und meist unerkannte Gefahrenquelle. Zu beachten ist:

■ Keine brennbaren Gegenstände im Umkreis von einem halben Meter

■ Ofenschirme verwenden

■ Rauchfangkehrer zu Rate ziehen

 

Asche

Ausgeräumte Asche kann bis zu 24 Stunden zündfähig sein und darf daher niemals in brennbare Behälter (Pappkartons, Kunststoffeimer, Kunststoffmülltonnen) eingebracht werden. Asche darf nur in Metallmülltonnen entsorgt werden, die im Freien stehen.

 

Leicht brennbare Abfälle

Die Zwischenlagerung leicht brennbarer Abfälle (gebrauchte Putzlappen, ölgetränktes Putzpapier, Firnisrückstände u.ä.) ist nur im Freien in verschlossenen Behältern zulässig.

 

Küchendunstabzüge

Die Filter von Küchendunstabzügen sind regelmäßig zu reinigen oder auszutauschen. Ausgewechselte Filter sind leicht brennbare Abfälle.

 

Heißes Fett

Überhitztes Fett kann zur Selbstentzündung führen. Fettbrände sind die häufigste Ursache für Küchenbrände. Auch kein tropfnasses Bratgut in heißes Fett einbringen, da durch das ausspritzende Öl Brand- und Verletzungsgefahr besteht. Frittiergeräte sind zwar mit einem Thermostat ausgerüstet, dürfen aber trotzdem nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Altes Fett ist leichter entzündbar als frisches, daher erhöht ein öfterer Fettwechsel die Brandsicherheit.

 

Spraydosen

enthalten meistens brennbare Treibgase. Sie müssen vor Wärmestrahlung geschützt aufbewahrt und dürfen nicht in der Nähe von offenen Flammen oder glühenden Gegenständen verwendet werden.

 

Weihnachtsbaum

Christbaumbrände treten häufig auf, sind eine erhebliche Brandgefahr, können aber bei Einhaltung der einfachsten Brandschutzregeln leicht vermieden werden:

■ Christbäume nie in der Nähe von Vorhängen aufstellen

■ Kerzen am Christbaum so anbringen, dass Äste und
  Schmuck durch die Kerzenflammen nicht entzündet werden
  können

■ Kerzen von oben nach unten anzünden

■ Kerzen nie ohne Beaufsichtigung brennen lassen

■ Papier und Schmuck nicht mit den Lampen von elektrischen
  Christbaumkerzen in Berührung bringen

■ Kerzen, vor allem Wunderkerzen (Sternspritzer), nicht mehr
  anzünden, wenn der Christbaum bereits ausgetrocknet
  (dürr) ist

■ Löschgerät (z.B. tragbaren Wasserlöscher oder
  Wassereimer) vor dem Anzünden der
  Christbaumkerzen bereitstellen

Christbäume bleiben länger frisch und sind damit weniger brandgefährlich, wenn sie vor dem Weihnachtsfest in einem kühlen Raum gelagert und in einen Kübel mit Wasser gestellt werden. Auch die Aufstellung der Christbäume in mit Wasser befüllten Christbaumständern verhindert ihr rasches Austrocknen und vermindert die Brandgefahr.

 

Lagerung auf Dachböden

Auf Dachböden dürfen außer Erntegütern keine leicht brennbaren Materialien und auch keine brennbaren Flüssigkeiten gelagert werden. Alle Bereiche des Dachbodens müssen leicht zugänglich sein, vor allem sind Kamine und Dachfenster von jeder Lagerung frei zu halten.

   
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